Über Herrn Reinhold Bantle

 

Vor über 60 Jahren hat Herr Bantle, Oberndorf-Höchmössingen, Schwarzwald, durch Frau Erna Fock, Hamburg, von den dem Buch Annie Francais-Harrar, Die letzte Chance für eine Zukunft ohne Not, Kenntnis bekommen.

 

Die darin veröffentlichen wissenschaftlichen Erkenntnisse über den Zusammenhang von Wald, Wasser, Luft, Humus, Mikroorganismen und Fruchtbarkeit der Böden hat er zur praktischen Leitlinie für sein Leben und den Umgang mit der ihm anvertrauten Natur gemacht.

 

Seit über 60 Jahren bewirtschaftet er einen von ihm neu angelegten, standortgemäßen natürlichen Mischwald nach den Erkenntnissen des wissenschaftlerehepares Raoul H. France und Annie Francais-Harrar.

 

Nach den gleichen Richtlinien pflegt er den ererbten, mehrere hundert Jahre alten, ursprünglichen schwarzwaldtypischen Mischwald seiner Famile.

 

Heute können diese Wälder als gelungenes praktisches Beispiel für generationenübergreifende, nachhaltige Waldbewirtschaftung und gesunden Humusaufbau dienen.

 

Als zweite herausragende Lebensleistung von Herrn Bantle ist sein Engangement für die Wiederveröffentlichung des Werkes von Annie Francais-Harrar, Die letzte Chance für eine Zukunft ohne Not, zu nennen.

 

Aufgrund seiner Initiative und unter Einsatz auch eigener persönlicher Mittel wurde dieses Buch nach über 60 Jahren wieder neu aufgelegt und so ein jahrzehntelang nicht zugängliches Wissen der Öffentlichkeit wieder zugänglich gemacht.

 

Dies ist von unschätzbarem Wert für die Arbeit aller ökologisch orientierten Menschen, da damit wieder eine Möglichkeit der Information und Verbreitung der originalen wissenschaftlichen Erkenntnisse von Annie France-Harrar zur Verfügung steht, wie sie so umfassend in keinem anderen Werk bis heute dargestellt werden.

 

In diesem Jahrhundertwerk gelingt es Annie France-Harrar die Entwicklung von Wald und Humus in großen historischen Zeiträumen einerseits zu verknüpfen mit den Abläufen und Veränderungen im mikroskopischen Maßstab bei den Kleinlebewesen und Mikroorganismen in der lebendigen Erde andererseits.

Geologische Veränderungen und Katastrophen im erdgeschichtlichen Maßstab oder massenhaftes Auftreten von neuen vorher unbekannten Krankheiten, "Plagen", Seuchen oder Epedemien werden durch ihre im Detail aufgezeigten Wirkungszusammenhänge verständlich als Folge des Eingriffes des Menschen in das natürliche Gleichgewicht von Wald und Humus.

 

Darüber hinaus ist es eine unverzichtbare theoretische Grundlage für den Zusammenhang zwischen Waldentwicklung und Humusaufbau, der jetzt wieder zur Verfügung steht - auch für die praktische Arbeit.

 

Herr Bantle ist eine herausragende Einzelpersönlichkeit, die sich uneigennützig in den Dienst einer Sache gestellt hat: der Erhaltung von Wald, Humus und Bodenfruchtbarkeit und damit der Erhaltung der Grundlagen für eine gesicherte Nahrungmittelversorung und der Möglichkeit einer Zukunft ohne Hunger und Not.

 

Dieses Thema hat er unermüdlich gegen jede Widerstände und aktuelle kurzfristige Zeitströmungen über Jahrzehnte hinweg erfolgreich in zahllosen persönlichen Begegnungen und in der Öffenlichkeit kommuniziert.

 

Trotz seines hohen Alters hat Herr Bantle bis heute nicht aufgehört, an seinem Lebenswerk weiterzuarbeiten - und, wenn es sein muß, auch dafür zu streiten.

 

Viele Menschen hat Herr Bantle schon von der Notwendigkeit einer weltweiten Wald- und Humuspflege überzeugt und viele Menschen kommen persönlich zu ihm, um an seinen Erfahrungen teilzuhaben und ihm bei seiner täglichen Arbeit im Wald und bei seiner Öffentlichkeitsarbeit zu helfen.